Es gab sie während der Industriellen Revolution. Vielleicht schon früher, so genau weiss ich es gerade nicht. Schon immer wurden sie ausgenutzt und schlecht bezahlt.
Ich meine Leiharbeiter/Zeitarbeiter.
Diese gedungenen Gesellen, die ihre Arbeitskraft verkaufen und sich und der ihren zu ernähren.
Es ist eine Schande und ein Armutszeugniss für Land und Industrie wie diese Wirtschaftliche Ressource ausgebeutet wird! Der Leih- bzw Zeitarbeiter war mal angedacht, einen Industrie oder Handwerksbetrieb über einen zeitlich begrenzen Raum auszuhelfen ( Vergleichbar mit Hilfsarbeiter). Also wenn man einen kurzfristigen Anstieg der Produktion bewältigen muss. Bei einem Produktionsausfall wegen wegbrechender Auftragslage, macht es meiner Meinung nach wenig Sinn sich fremde Arbeitskräfte zu holen, das diese trotz des kargen Lohnes, weit aus teurer sind als fest angestellte Arbeiter und Fachkräfte, zu mal deren Arbeitsmoral doch wesentlich höher ist auf grund der gesicherten Arbeitsstelle und des höheren Entgeldes (Lohn/Gehalt). Die einzigen wirtschaftlichen Faktoren sind doch nur, dass : ” Leiharbeiter nie krank sind, nie unentschuldigt fehlen und nicht unkündbar sind.” ( den Gedächnis aufgeschrieben nach einem Gespräch mit einem Industriemeisters aus dem Lebensmittelhandwerk. Nun geneigter Leser, ersetzen wir mal das Wort “Leiharbeiter” durch Roboter oder dressierten Affen. Das würde meiner Ansicht nach die unverhohlene Schärfe des Satzes nehmen. Mich traf der Satz wie ein Faustschlag, unter anderem weil ich als gelernter Handwerksgeselle leider seit 6 Monaten meine Arbeitskraft unter Wert verkaufen muss und weder mich noch meine Freundin einen Monat über die Runde kommen würden, wenn sie nicht einen wesentlich besser bezahlten Job neben ihrem Studium machen würde. Da wird der Mensch der, warum auch immer, dazu gezwungen ist, seine Freizeit und Muskelkraft für fast nichts zu opfern. Würde man den fremden Arbeitskräften Naturalien als Lohn geben könnte man sie Sklaven nennen. Wenn besagter Roboter/Leiharbeiter aber von dem einen Industriebetrieb zum nächsten schickt, bzw immer hin und her flitzen lässt, könnte man von Industrie oder Wirtschaftssöldnern sprechen, wobei die Personalfirma die einen Arbeiter an die Indutrie verleiht als Condottiere (auf Deutsch Söldnerhauptmann /-führer) agiert. Wobei der Condottiere wie auch die Personalfirma bestimmen wem die Treue gilt und den grössten Anteil der Beute einstreicht.
Ich persönlich finde diese Situation als verwerflich, zu mal immer davon gesprochen wurde das es einen Fachkräftemangel in Deutschland gibt. Meiner Erfahrung nach gibt es keinen Fachkräftemangel eher einen Betriebsmangel bzw ein Mangel an Einstellungen in den Betrieben.
Aber was mich wirklich zum kotzen bringt, ist die Tatsache das die Industriebetriebe dieses Angebot der Arbeitssöldner so schamlos ausnutzt.
Ich erlebe es selber das in den Betrieben immer mehr Leiharbeiter geordert werden weil die zu knappen Reserven an eigenen Fachkräften und Festangestellten mit dem Produzieren nicht hinterher kommen. Doch statt neue Arbeitnehmer einzustellen wird fleissig geordert geordert geordert. Statt sich die Treue eines Arbeitnehmers zu sichern, durch Festanstellung und angemessenen Lohn, geht man lieber von der Auswechselbarkeit der anpackenden Hände aus. Als wären das keine Menschen sondern Maschinen die man beliebig austauschen kann.
…….wird fortgesetzt